Grüne Heldin Korkeiche

Korkeiche – die ‚Grüne Heldin‘

Korkwälder sind Rückzugsorte für Pflanze oder Tier, sie sichern Grundwasser und schützen vor Versteppung. Jeder Baum ist ein Klimaheld, der Unmengen CO2 bindet.

Die immergrünen Hartlaubgewächse lieben das trocken-heiße Klima des westlichen Mittelmeerraumes. Vor allem in den feuchteren Regionen Spaniens und Portugals wachsen die Riesen zehn bis 15 Meter in den Himmel – mit einem Stammdurchmesser von bis zu einem Meter und einer durchschnittlichen Lebensdauer von 250 bis 350 Jahren.

Ein stolzes Alter, das die Korkeiche zur Klimaheldin macht: Ein Baum, der bewirtschaftet wird, wandelt in seinem langen Leben bis zu viermal so viel Kohlendioxid in organisches Gewebe um wie ein ungeschälter. Allein die Korkeichen Portugals binden auf einer Fläche von 736.000 Hektar pro Jahr 4,8 Millionen Tonnen klimaschädliches CO2. Weltweit nehmen Korkeichenwälder jährlich über 14 Millionen Tonnen CO2 auf.

Die jahrhundertealten Baumbestände lassen auch Flora und Fauna vor Ort aufatmen: Sie schützen den Boden vor Erosion und zählen mit über 20.000 Tier- und Pflanzenarten zu den wichtigsten Ökosystemen der Erde. Die Wälder bieten bedrohten Tierarten wertvolle Rückzugsräume.

Das Besondere an Quercus suber, wie die Korkeiche lateinisch heißt, ist ihre stets nachwachsende Rinde. Wie ein Schutzmantel sorgt sie dafür, dass Waldbrände dem Baum nichts anhaben können. Sie schützt vor Beschädigungen und isoliert so, dass die Korkeiche auch in größter Sommerhitze genügend Feuchtigkeit aufnehmen kann.

Schema Ökologie
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